Gleich drei Artikel von Handelsblatt und WirtschaftsWoche wurden mit dem Herbert Quandt Medien-Preis 2024 für eine intensive Rechercheleistung sowie Aktualität und Allgemeinverständlichkeit ausgezeichnet.
Der Preis ging an Martin Greive und das Rechercheteam Catiana Krapp, Moritz Koch, Mareike Müller, Julian Olk und Klaus Stratmann. Sie erhalten die Auszeichnung für ihre Reportage „Russendisco“, die am 1. Dezember 2023 erschien. „’Russendisco‘ gleicht einem Krimi“, heißt es bei der Johanna-Quandt-Stiftung. Das Stück handelt von Russlands Versuch, Deutschland im Frühjahr 2022 von der Gasversorgung abzuschneiden. Die Reportage zeichne in hohem Tempo die Arbeit des damals gegründeten Krisenstabs im Wirtschaftsministerium nach. Mehr noch: Sie „analysiert klar, wie Deutschland in diese Situation geraten konnte, und verweist auf vergleichbare Abhängigkeiten beim Ausbau der 5G-Infrastruktur.“ Der Text sei Zeitgeschichte und Mahnung zugleich, ein Highlight wirtschaftspolitischer Berichterstattung.

Geehrt wurden außerdem zwei Wirtschaftswoche-Reportagen von Dr. Florian Güßgen: „Glas in jeder Faser“ vom 29. September 2023 und „Der Ofen wandert aus“, veröffentlicht am 14. Juli 2023. Das erste Stück macht die Nöte der Glasmacher in Thüringen und Bayern zu Beginn der Energiekrise zum Thema, das zweite handelt von einem Badkeramikhersteller aus dem Schwarzwald, der seine Zukunft in Kanada sieht. „Empathisch, aber ohne die Distanz zu verlieren, berichtet Güßgen von den Nöten der Unternehmen und ihren unterschiedlichen Wegen, Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und auch Beschäftigung zu sichern“, begründet die Stiftung die Ehrungen.