Pressemitteilung Düsseldorf den 08.09.2016 Handelsblatt

Handelsblatt erhält renommierten Theodor-Wolff-Preis

Das Handelsblatt wurde für seine Flüchtlings-Sonderausgabe mit dem Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Thema des Jahres“ ausgezeichnet. Stellvertretend für das Team von rund 30 Handelsblatt-Redakteuren, die die Ausgabe geschaffen haben, nahmen Nicole Bastian (Chefin des Auslandsressorts) und Jens Münchrath (Vize-Ressortleiter Agenda) die Auszeichnung gestern Abend im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Umspannwerk in Berlin entgegen.

Der Preis, der seit 1962 vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger vergeben wird, ist der renommierteste Preis für deutsche Tageszeitungen. Er ist nach dem einflussreichen Berliner Schriftsteller und Publizisten Theodor Wolff benannt, der 1943 ins KZ Sachsenhausen deportiert wurde und an den Folgen der Haft schließlich starb. Der Preis wurde in vier Kategorien vergeben, die jeweils mit 6.000 Euro dotiert sind.

Mit der Sonderausgabe „Wer seid ihr?“ vom 25. September 2015 hat das Handelsblatt mehr als 40 Flüchtlingen aus 15 Ländern in Deutschland eine Stimme gegeben. Auf insgesamt 51 Seiten kommen unter anderem Journalisten, Unternehmer, Regisseure, Schriftsteller und Ärzte zu Wort, die aus weltweiten Krisengebieten nach Europa und vor allem Deutschland gekommen sind. Als Gastautoren berichten sie über die Situation in ihren Heimatländern, übers Schlepper-Gewerbe, Brennpunkte wie Heidenau sowie über die Schattenseiten ethnischer Auseinandersetzungen in Erstaufnahme-Camps und Folgeunterkünften. Damit ist es der Redaktion anschaulich gelungen, ein umfassendes und fundiertes Bild der Flüchtlingslage zu präsentieren und zugleich die Perspektive der Flüchtlinge auf die deutsche Kultur, Politik und Wirtschaft zu öffnen.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Heinrich Wefing von der „Zeit“, er erhielt den Theodor-Wolff-Preis für sein Essay über die Bedeutung eines nun notwendigen starken Staates in der Kategorie „Meinung“. Den Preis in der Kategorie „Reportage“ ging an Tobias Haberl, der für das SZ-Magazin den NPD-Europaabgeordneten Udo Voigt porträtiert hat. In der Kategorie „Lokales“ wurde das Reporter-Duo Karsten Krogmann und Marco Seng ausgezeichnet, die für die Nordwest-Zeitung den Fall des Klinikmörders Niels Högel enthüllt und begleitet haben.

 

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